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Kinder und Jugendliche als aktive Bürger

Außerschulische, politische Jugendbildung fördert das Bewusstsein der Mitverantwortung junger Menschen für die Entwicklung der Demokratie, das Verständnis für die Grundmechanismen demokratischer Meinungsbildung und Entscheidungsfindung sowie die Erprobung eigener Fähigkeiten und Möglichkeiten zur Einflussnahme auf politische Prozesse, die die Interessen Jugendlicher berühren.

Aufgrund der Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Kooperationspartnern bieten wir Jugenddemokratie-Werkstätten in drei Bereichen an:

  • demokratische Entscheidungsprozesse und Mitwirkung in der Schule
  • Interessenvertretung und politische Teilhabe in der Kommune
  • Selbstorganisation und Demokratie im Jugendverband

Jugenddemokratie-Werkstätten in der Bildungsstätte umfassen 2-4 Programmtage und wenden sich in der Regel an Gruppen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ab 12 Jahre, die sich bereits kennen und am Heimatort oder im Jugendverband bereits eine gemeinsame Geschichte von mehr oder weniger gelungener Zusammenarbeit und Interessenvertretung haben. Die Jugenddemokratie-Werkstätten stärken den Zusammenhalt und die Kooperation in der Gruppe durch Methoden des sozialen Lernens, bieten Raum zur Reflektion des bisherigen gemeinsamen Prozesses, geben den Jugendlichen Instrumente an die Hand, die sie benötigen, um ihre Interessen gemeinsam zu artikulieren und zu vertreten, stärken ihre Kompetenz zur Selbstorganisation und Prozessplanung durch entsprechende Trainingseinheiten und ermutigen sie, den Dialog mit Verantwortlichen aus der Verwaltung und politischen Gremienzu suchen. Die Schwerpunktsetzung wird im Vorfeld jeweils mit den betreffenden Gruppen und den sie begleitenden Fachkräften abgesprochen und den jeweiligen Bedarfen angepasst.

Beispiele für mögliche Module:

    • Ideenschmiede
      Wer sich selbst das Wort erteilen und sich in den Gang der Dinge einmischen will, merkt schnell, wie schwer manch dickes Brett zu bohren ist und wie viele Gründe es gibt, warum Dinge angeblich nicht gehen. Hier helfen vor allem viele Ideen und ein systematisches Pflegen der eigenen Kreativität – so bleibt einem der Spaß an der eigenen Wirksamkeit erhalten.

    • Politikersprech
      Wie können Kinder und Jugendliche selbst zu Wort kommen, Fremdwortorgien, Verschleierungsversuche und Ausweichtaktik des Gegenübers erkennen und Diskussionen auf den Punkt bringen? Hier gibt es Know-how für Kinder und Jugendliche für die Auseinandersetzung mit unseren Volksvertretern und Verantwortlichen aus der Erwachsenenwelt – wie man sie besser versteht, mit ihnen verbindliche Absprachen treffen oder Vereinbarungen schließen kann.

    • Die Beste aller Welten
      Anhand von multimedialen Planspielen lassen sich Funktionsweise, Probleme und Dilemmata demokratischer Entscheidungsprozeduren bewusst und kritisch reflektieren: Was ist gerecht? Welche Regeln sind fair? Wie lassen sich Mehrheits- und Minderheitsmeinungen verhandeln und ausbalancieren? Was muss passieren, damit eine Entscheidung wirklich „demokratisch“ gefällt wird?

Ansprechperson

Klaus Waiditschka
Telefon: 03361-74777-19
E-Mail: international@jusev.de

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