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Frankfurt (Oder)-Slubice wird zur ersten europäischen FairTrade-Doppelstadt.

Wieso fairer Handel?

Der Faire Handel unterstützt Produzentinnen und Produ¬zenten in den Entwicklungsländern, um ihnen eine men¬schenwürdige Existenz aus eigener Kraft zu ermöglichen z.B. decken die festgelegten Mindestpreise die Produktionskosten und sichern so das absolute Existenzmi¬nimum. Die gezahlten Aufschläge ermöglichen eine Investi¬tion in die Zukunft.
Andererseits geht es auch darum, über Bildung, Information und politisches Handeln, Ideen und Schritte hin zu einem gerechteren Welthandel aufzuzeigen.

Die Prinzipien des fairen Handels

Verbraucherinnen und Verbraucher entscheiden sich für qualitativ hochwertige und fair gehandelte Produkte. Damit sichern sie Kleinbauernfamilien faire Preise und langfristige Handelsbeziehungen.

Die Zahlung der FairTrade-Prämie für Soziales, Infrastruktur und Bildung ermöglicht den ProduzentInnen z. B. den Bau von Schulen und Gesundheitszentren.
Die Standards des Fairen Handels entsprechen den internationalen Standards der Fairtrade Labelling Organizations International (FLO). Die unabhängige FLO-CERT GmbH stellt sicher, dass die Produkte mit dem FairTrade-Siegel nach den internatio¬nalen FLO-Standards produziert und gehandelt werden.

Kindern wird der Schulbesuch und damit eine emanzipierte Lebensgestaltung ermöglicht.

Der Faire Handel ist ein wirkungsvolles Instrument der Armutsbekämpfung: Die Fair Trade Town

FairTrade-Towns fördern gezielt den Fairen Handel auf kommunaler Ebene und sind das Ergebnis einer erfolgreichen Vernetzung von Personen aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft, die sich für den Fairen Handel in ihrer Heimat stark machen

In 24 Ländern gibt es bereits FairTrade-Towns. Über 1.000 FairTrade-Towns sind es weltweit, darunter zum Beispiel London, Brüssel, Rom, San Francisco, Kopenhagen und Poznan. Seit Januar 2009 können sich auch Kommunen in Deutschland bei der Siegelorganisation Fairtrade Deutschland um den Titel FairTrade-Stadt, FairTrade-Kreis oder FairTrade-Gemeinde bewerben. Schulen können FairTrade-Schools, Universitäten FairTrade-Universities, Inseln FairTrade-Insel werden. Mehr als 140 Fairtrade-Towns gibt es mittlerweise in Deutschland, darunter Schwerin, Rostock, Hamburg, Leipzig, Nordhausen, in Brandenburg bisher nur die Stadt Eberswalde. Ständig bewerben sich neue Kommunen.

Die Teilnahme an der Fairtrade-Towns Kampagne bietet:

  • Startschuss für ein faires, nachhaltiges Engagement in Ihrer Kommune
  • Übernahme sozialer Verantwortung
  • Positionierung als innovative und weltoffene Stadt
  • Anstoß für tolle Projekte neuer Kooperationspartner
  • Vorbildfunktion für Bürgerinnen und Bürger
  • Umsetzung von Aktivitäten im Rahmen der Lokalen Agenda 21
  • Impuls für das Thema nachhaltige Beschaffung
  • Mitgliedschaft im Netzwerk bestehender FairTrade-Towns
  • Internationale Vernetzung mit über 1500 FairTrade-Kommunen in über 24 Ländern – vielleicht auch mit Ihrer Partnerstadt?

Die 5 Kriterien: Um Stadt des Fairen Handels zu werden, müssen folgende Kriterien erfüllt werden

Es liegt ein Beschluss der Kommune vor, dass bei allen Sitzungen der Ausschüsse und der Stadtvertretung sowie im Büro der Oberbürgermeisterin Fairtrade-Kaffee sowie ein weiteres Produkt aus Fairem Handel verwendet wird. Es wird die Entscheidung getroffen, als Stadt den Titel Fairtrade-Stadt anzustreben.

Die Frankfurter und die Slubicer StadtvertreterInnen werden auf Initiative der Arbeitsstelle Globales Lernen an Oder und Spree (GLOS) einstimmig beschließen, dass die europäische Doppelstadt Frankfurt (Oder)-Slubice sich um diesen begehrten Titel bewerben soll.

Es wird eine lokale Steuerungsgruppe gebildet, die auf dem Weg zur Fairtrade-Stadt die Aktivitäten vor Ort koordiniert. Bei der Umsetzung der Ideen sind wir auf die Unterstützung der Politik, der Wirtschaft und engagierter Einzelpersonen als Kooperationspartner angewiesen.

Die einzurichtende Steuerungsgruppe ist eine wichtige Institution, um auf bestehende Kontakte zurückzugreifen. Mitglieder der Steuerungsgruppe sind VertreterInnen von Stadtverwaltung (Agenda 21), Einzelhandel, Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Kirche und Bildungsträger.

Nach Gründung der Gruppe sollte sie:

  • Ihre Ziele definieren, die Frequenz der Treffen festlegen und Konstitution festlegen
  • Eine Liste mit Namen, Adressen, Email, Kompetenzen und Angebot erstellen
  • Einen Sprecher und einen Koordinator wählen und
  • Sich überlegen, welche Unterstützer sie ansprechen will.

In den lokalen Einzelhandelsgeschäften werden gesiegelte Produkte aus Fairem Handel angeboten und in Cafés und Restaurants werden Fairtrade-Produkte ausgeschenkt. In der gesamten Doppelstadt Frankfurt (Oder)-Slubice brauchen wir 15 Einzelhandelsgeschäfte, die mindestens zwei Fairtrade-Produkte verkaufen und 8 Gastronomiebetriebe, auch Mensen und Cafeterien, die ebenfalls mind. zwei Fairtrade-Produkte anbieten.

In öffentlichen Einrichtungen wie Universität, Schulen, Vereine und Kirchen werden Fairtrade-Produkte verwendet und es werden dort Bildungsaktivitäten zum Thema „Fairer Handel“ durchgeführt.
In der gesamten Doppelstadt Frankfurt (Oder)-Slubice brauchen wir eine Schule, einen Verein und eine Kirchengemeinde.

Die örtlichen Medien berichten über alle Aktivitäten auf dem Weg zur Fairtrade-Stadt. Pro Jahr sollen mindestens vier Artikel erscheinen, bei denen die Kampagne thematisiert wird. Hierbei zählen nicht nur Printmedien, sondern auch die Veröffentlichung von Online-Artikeln.

Kontakt

Globales Lernen an Oder und Spree (GLOS)
Globalna edukacja nad Odrą i Szprewą

Frau Christina Katzer
Herr Roald Matscheroth

Eine Einrichtung von Jugendhilfe und Sozialarbeit e.V. (JuSeV)
Stowarzyszenie do spraw pomocy młodzieży i pracy socjalnej

Franz-Mehring-Straße 20
15230 Frankfurt (Oder)

Tel.: 0335 / 40156930
E-Mail: glos@jusev.de